Syltreise 2015

Zusammenfassung der Town Hall Debatte

Wenn Menschen einzeln oder in Gruppen ihre Wohnorte verlassen und sich an anderen Orten für längere Zeit niederlassen, werden sie als Migranten bezeichnet. Wenn diese Migranten dabei Ländergrenzen überschreiten, also von ihrem Land in ein anderes gehen, werden sie aus der Sicht des Landes, welches sie betreten, als Einwanderer oder Immigranten bezeichnet. 

Die Einwanderer kommen entweder freiwillig, gezwungenermaßen, aus wirtschaftlichen, religiösen oder politischen Gründen. Im Islam bedeutet Einwanderung bzw. Auswanderung, dass man in ein anderes Land geht, indem man seinen Glauben besser/freier praktizieren kann. Es ist ein sehr wichtiges Thema und ist in einigen Stellen im Koran erwähnt, wie z.B. im Kapitel 4, Vers 97. Auf Arabisch heißt es Hijra. Ein Beispiel für die Hijra ist die Auswanderung einiger Muslime aus Mekka nach Abessinien, dem heutigem Äthiopien, da sie in Mekka unterdrückt wurden. Abessinien war zu diesem Zeitpunkt nicht islamisch geprägt, aber sie wussten, dass sie dort gerechter behandelt wurden. 

Ein anderes Beispiel ist die Hijra des Propheten Muhammed. Frieden und Segen seien auf ihm, von Mekka nach Medina. Dies geschah ca. 622 nach Christus. Aber nicht nur dort und zu dieser Zeit gab es Einwanderer, auch hier in Deutschland  wanderten viele Deutsche vom 19 Jhd. bis 1945 nach dem Zweiten Weltkrieg nach Argentinien und Südbrasilien. Bis heute heißt ein Landstrich in Süd-Brasilien: Neu-Württemberg. Ein weiteres Beispiel ist die Auswanderung der Deutschen nach Amerika im 20. Jhd. Sie wanderten dorthin, weil die Bevölkerungsdichte angestiegen war, die Wirtschaftslage vielen keinen Arbeitsplatz bieten konnte und es viele Naturkatastrophen gab. Sie erhofften sich in Amerika Arbeit und ein sorgenfreies Leben. Einwanderung ist also nichts was mit der Zeit einfach da war, sondern etwas, was es schon vor Jahrzehnten gegeben hat und bis heute gibt. Denn die Gründe, warum die Menschen zu Einwanderern wurden, gibt es noch heute. Wir haben immer noch die gleichen Probleme wie Krieg und Hungersnot, die Menschen dazu zwingen auszuwandern, wie die Menschen zu früheren Zeiten. Migranten verlassen also ihr Land und gehen in ein anderes Land, weil sie Glück, ein neues Leben und eine bessere Zukunft dort finden wollen.

Diese Einwanderer verlassen ihre Familien und ihr soziales Umfeld in der Hoffnung auf Verbesserung ihres Lebens. Durch die Debatte konnte man einige Einblicke in die Vor- und Nachteile der Einwanderung erlangen, um sich ein eigenes Bild darüber zu machen.

Die deutschen Migranten wurden früher in den Ländern als Einwanderer akzeptiert und aufgenommen, dann müsste Deutschland die heutigen Einwanderer auch aufnehmen, denn sie müssten nachvollziehen können, warum diese Menschen ihre Heimat verlassen.

Nicht nur deshalb sondern auch weil Deutschland bzw. wir alle durch Einwanderer profitieren. Als Gegenleiste für die Aufnahme sollten die Einwanderer sich integrieren, Gesetze achten und mit dazu beitragen den Staat Deutschland zu verbessern.

Die Einwanderer und die Einheimischen sollten sich so verhalten und leben wie die Muslime in Abessinien oder die Deutschen in Amerika:

Nicht in „Wir “ und „Die “ geteilt, mit Akzeptanz und Toleranz, ohne Rassismus, Diskriminierung und Gewalt. Denn erst dann können wir in FRIEDEN leben.